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Schimmelpilz

Richtig lüften mit Verstand

Schimmelpilz - nein danke!

Zuerst sprach keiner gern darüber – das Thema schien anrüchig und schürte den Verdacht, asozial zu sein. Selbst die Verbindung zu Wanzen und Läusen war schnell geknüpft. Inzwischen lässt es sich aber nicht mehr verheimlichen: Mitten in unserer hochzivilisierten Welt verbreitet sich der Schimmelpilz wie eine Epidemie und macht auch vor noblen Apartments und feudalen Villen nicht Halt.

Das Problem beschäftigt Architekten und Bauphysiker nicht weniger als die Betroffenen selbst; und die Experten fechten dramatische Kontroversen aus über die Ursachen und den geeigneten Weg, um dieser „Volksseuche“ endlich Herr zu werden. Trotz aller Bemühungen werden die Klagen lauter, die Unsicherheit wächst, Ratlosigkeit macht sich breit.

Dass die Ursachen auf falsches Energiesparen und mangelhaftes Lüften zurückzuführen sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Einsicht jedoch, dass die gesundheitlichen Risiken und baulichen Schäden beim Schimmelpilz-Befall in keinem Verhältnis stehen zu den geringen Einsparungen bei übertriebener Wärmedämmung und gedrosseltem Energieverbrauch, setzt sich nur sehr langsam durch. „zuhause“ hat seit vielen Jahren immer wieder geraten: Wer gründlich lüftet und richtig heizt, gibt dem Schimmelpilz in seinen Wohnräumen keine Chance. Dass beide Forderungen nichts mit dem Verschwenden von Heizenergie zu tun haben, kann jeder selbst nachvollziehen.

Schimmelpilz nistet sich überall dort ein, wo ein Nährboden aus organischen Substanzen mit viel Feuchtigkeit zusammentrifft. Zellulose im Tapetenkleister, in modernen Wandfarben und –Putzen schafft dafür gute Vorraussetzungen. Feuchtigkeit setzt sich in den Wänden fest, wenn die Wärmeabgabe durch die Mauer hindurch von innen nach außen unterbunden wird oder nur mangelhaft ist. Das tritt bei Zimmertemperaturen unter 18 Grad ein. Der Wasserdampf, der beim Wohnen zwangsläufig entsteht (beim Kochen, Duschen, Waschen, Baden und nicht zuletzt beim Atmen) kondensiert an den kühlen Wänden und durchfeuchtet sie – beste Lebensbedingungen für den Schimmelpilz, dessen Sporen unvermeidlich überall in der Luft herumschwirren und nur auf den idealen Nährboden warten.

Besonders im Winter kühlen niedrige Temperaturen die Außenwände stark ab, an deren Innenseite deshalb ständig Wasser kondensiert. Laien und nicht selten auch der Fachmann schätzen dieses Problem falsch ein und suchen nach undichten Stellen in der Fassade. Sie können sich nicht vorstellen, dass die Feuchtigkeit von innen kommt und nicht von außen.

Hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen lässt aber nicht nur den Schimmelpilz gut gedeihen, sondern ist auch für den Menschen ungesund. Nach medizinischen Erkenntnissen müsste die Raumluft einmal in jeder Stunde ausgewechselt werden. Bei alten, schlecht schließenden Fenstern geschieht das automatisch. Moderne Isolierfenster mit Gummidichtungen unterbinden jeden Luftaustausch. Deshalb ist das regelmäßige Lüften in Neubauten oder modernisierten alten Häusern besonders wichtig.

Als Faustregel gilt: Zeigt sich im Winter Schimmelpilz an den Wänden, dann stimmt das Raumklima nicht. Schimmelpilz im Sommer lässt dagegen eher auf ein undichtes Dach oder auf eine schadhafte Fassade schließen.

Bauphysiker zogen aus alledem den Schluss, dass Energiesparen auch seine Schattenseiten hat. Hinter vorgehaltener Hand empfehlen einige von ihnen sogar, die Gummilamellen aus den Isolierfenstern wieder herauszureißen. So weit muss man aber gar nicht gehen. Es reicht, wenn mindestens dreimal am Tag für 15 Minuten gut durchgelüftet wird. Das kostet zwar etwas mehr Heizenergie, ist aber billiger als häufiges Renovieren.

Besonders gedeiht der Schimmelpilz in Räumen, die stark durch Wasserdampf belastet sind: Küchen, Bäder und auch Schlafzimmer, weil der Mensch nachts bis zu einem Liter Wasser durch die Atmung und durch Schwitzen abgibt. Wer gern in kühlen Räumen schläft, sollte dort die Ventile an den Heizkörpern nur nachts abdrehen oder drosseln, tagsüber jedoch den Raum gut durchwärmen lassen, damit die Wände ihre Feuchtigkeit abgeben können. Frische und kühle Raumluft schafft dann zusammen mit den sanft strahlenden Wänden optimale Vorraussetzungen für einen gesunden Schlaf.

Wer beim Heizen geizt, riskiert feuchte Wände im Haus und schafft damit einen idealen Nährboden für den Schimmelpilz

Gründliches Lüften und ausgeglichene Zimmertemperaturen garantieren ein gesundes Raumklima

Falsches Energiesparen kann teuer werden, wenn die Fassade Wasser zieht und aufwendig saniert werden muss

Fünf Regeln fürs Lüften

  1. Geizen Sie nicht mit Wärme im Haus und in der Wohnung. Raumtemperaturen unter 21 Grad sparen nur wenig Energie. Bei niedrigen Raumtemperaturen kühlen die Außenwände stark aus und werden zum Kondensationsherd für die Luftfeuchtigkeit. Feuchte Wände haben eine schlechte Wärmedämmung und lassen Schimmelpilze gedeihen.
  2. Heizen Sie Ihre ganze Wohnung gleichmäßig. Öffnen Sie häufig die Türen, auch von den Räumen, die selten benutzt werden. Dadurch fördern Sie ein ausgeglichenes Raumklima.
  3. Lüften Sie mindestens dreimal am Tage jeweils zehn bis 15 Minuten. Noch besser ist es, pro Stunde kurz für drei Minuten zu lüften.
  4. Heizen und lüften Sie Ihr Schlafzimmer richtig. Es sollte tagsüber bei geöffneter Tür durchgeheizt werden. Nachts kann dann bei geschlossener Tür der Heizkörper abgedreht werden.
  5. Bad und Küche brauchen besonders viel frische Luft. Lüftungsklappen kann nur dann feuchte Luft ins Freie entweichen, wenn aus dem Innern der Wohnung Luft nachströmen kann. Wenn Sie hinter geschlossenen Türen baden und kochen, sollten die Türen Lüftungsschlitze im unteren Bereich haben.

Regelmäßig lüften

Schimmelpilze in Zimmerecken: Nicht falsches Heizen, sondern zu hohe Luftfeuchtigkeit ist der Grund. Zimmerpflanzen geben fast das gesamte Gießwasser über die Blätter in die Räume ab. Zusammen mit Kochen, Baden, Duschen und Waschen werden so im Schnitt pro Wohnung und Tag bis zu 140 Liter Wasser freigesetzt – eine Badewanne voll. Einzige Abhilfe: gründliches und regelmäßiges Lüften, nie mehr als 50 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Quelle: "zuhause"

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